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Knieorthesen
Knieorthesen werden sehr häufig nach Operationen am Kniebandapparat
verordnet. Ihre Aufgabe ist es das operierte Kniegelenk zu führen
und das lädierte Band (meist das vordere Kreuzband) zu schonen.
Neben der postoperativen Anwendung werden Knieorthesen auch präventiv
meist beim Sport getragen um sich gegen Verletzungen zu schützen.
Von der Operationsmethode hängt es ab, welcher Typ von Knieorthese
getragen werden muss.
Für den kurzzeitigen Einsatz nach der OP reichen sogenannte
Knieruhigstellungs-Schienen. Die Schienen sind aus Schaumstoff und
haben im rückwärtigen Bereich Aluminiumstäbe eingenäht.
Sie gibt es in gerader Stellung als auch in einer 30° Beugestellung.
Eine Beweglichkeit im Kniegelenk ist nicht vorhanden, da die Tragedauer
nur ca. 2 Wochen beträgt.
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Knieorthesen, die für einen längeren Zeitraum getragen
werden müssen, haben Gelenke. Diese Gelenke können während
der Tragedauer in der Beweglichkeit begrenzt werden um dem Heilungsprozess
Rechnung zu tragen. Im postoperativen Einsatz sind diese Schienen
meist vorkonfektioniert und werden vom Orthopädie-Techniker
auf Ihre individuellen Maße angepasst.
Die Knieorthese hat 3 Hauptaufgaben: Sie soll verhindern, dass das
Schienbein bei einer unbedachten Bewegung nach vorne gleitet. Würde
dies passieren, wird das gerade operierte vordere Kreuzband wieder
gedehnt, oder es reißt sogar wieder.
Zum zweiten soll die Schiene in der ersten Zeit nach der Operation
die Bewegung des Beines einschränken, d.h. dass Sie nicht in
die volle Streckung gehen sollen und auch nicht mehr als ca. 90°
beugen sollen. Bei beiden Bewegungen kommt ein großer Stress
auf das gerade operierte Kreuzband.
Schließlich haben neueste Studien nachgewiesen, dass das Tragen
einer Knieschiene Ihre eigenen Stabilisatoren des Knies, nämlich
Ihre Muskeln, fördert, d.h. sie treten schneller in Aktion
und können Sie so besser schützen.

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Wird es notwendig, dass eine Knieorthese präventiv bei sportlichen
Aktivitäten getragen werden muss, lohnt es sich eine Maßanfertigung
anzufertigen. Gerade Sportarten wie Motocross, Skifahren, Fußballspielen
und Eishockey sind Sportarten, die den Kniebandapparat stark belasten.
Maßanfertigungen passen besser und werden Ihren individuellen
Bedürfnissen besser gerecht. Sie sind meist aus Karbon gegossen
und damit extrem leicht. Für den Mannschaftssport ist es notwendig,
dass eine Manschette über die Orthese
getragen wird um Mitspieler nicht zu verletzen.
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Neben den sogenannten Rahmenkonstruktionen gibt es neuerdings auch
recht funktionelle Orthesen,
deren steife Elemente und Gelenke in eine Bandage eingenäht
sind. Dies hat den Vorteil, dass die Orthese
nicht so starr ist und sehr körpernah sitzt. Ein Rutschen ist
bei diesem Typ nicht möglich. Das anatomisch gestrickte Trägermaterial
bietet einen optimalen Sitz. Der großflächige Kontakt
zum Bein gewährleistet angenehme Trageeigenschaften. Das atmungsaktive
Gestrick garantiert einen kontinuierlichen Temperatur- und Feuchtigkeitsausgleich.
Die seitlichen Gelenkschienen aus Aluminium sind anatomisch vorgeformt.
"Technisch intelligente" Gelenke erlauben eine Einstellung
auf die individuelle Gelenkachse des Patientenknies. Dabei wird
der mediale
und laterale
Gelenkdrehpunkt individuell positioniert und fixiert.
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Tipp zur Verhinderung von Verletzungen
Gerade wenn Ihr Kniegelenk vielleicht schon vorgeschädigt
ist, sollten Sie sich durch umsichtiges Verhalten vor weiteren Verletzungen
schützen. Verhindern können Sie eine Verletzung zu 100%
nicht. Vor allem beim Ski-Fahren oder Fußballspiel treten
immer wieder Situationen und Bewegungen auf, die wir nicht beeinflussen
können und die zu einem Riss des vorderen Kreuzbandes führen
können. Eine gewisse Vorbeugung ist dennoch möglich: Trainieren
Sie Ihre Beinmuskulatur vor der Saison gut auf. Achten Sie darauf,
dass Sie auch die sogenannten Hamstrings, also die Muskeln an Ihrer
Beinrückseite, mittrainieren. Ihr Krankengymnast wird Ihnen
sicher gute Übungen zeigen können.
Hilfreich zur Vorbeugung ist auch das Tragen einer Bandage. Sie
versetzt Ihre Muskulatur sozusagen in erhöhte Alarmbereitschaft.
Tritt eine ungewollte Bewegung ein, können Sie sich durch Ihre
Muskeln schneller und effektiver stabilisieren.
Bildquellen: medi Bayreuth, Bauerfeind Orthopädie GmbH &
Co. KG, Biedermann Motech GmbH
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