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Orthesen für Polio-Patienten in Leichtbauweise
Schluckimpfung ist süß - Kinderlähmung ist bitter!
lautete das Motto zur erfolgreichen Massenimpfung der Bevölkerung
zu Beginn der 60er Jahre in Deutschland. Doch trotz aller Impfkampagnen
ist die Poliomyelitis in Europa und den Mittelmeerländern noch
immer nicht verschwunden.
So wurde z. B. 1988 in Israel eine kleine Epidemie verzeichnet,
die Menschen mit altem Impfschutz infizierte, die noch keinen Kontakt
mit dem "wilden" Virus hatten. 1992 wurden auch in den
Niederlanden mehrere Neuerkrankungen registriert.
Zur Zeit liegt die Quote für Neuansteckungen in Deutschland
bei zwei bis drei Patienten pro Jahr, wobei auch Erkrankungen durch
Ansteckung in Urlaubsländern bekannt sind.
Die letzten Schätzungen aus dem Jahre l992 gingen von ca.
50 bis 100.000 Polio-Betroffenen
aus. Vom sogenannten PPS, dem Post-Polio-Syndrom,
sind in der Bundesrepublik ca. 10 bis 50.000 Patienten betroffen.
Hierbei handelt es sich um ein schon 1879 von Seligmann beschriebenes
Krankheitsbild bei dem Polio-Patienten
nach der akuten Polio-lnfektion
und auch Jahre später mit einem stabilen Krankheitsbild spontane
progressive allgemeine und spezielle Schwächezustände
erleben. Dies ist mit zum Teil erheblichen Aktivitätseinbußen
verbunden.
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