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Transcarpal-Hand - Endlich wieder zugreifen

Dank der Weltneuheit Transcarpal-Hand können künftig zahlreiche Patienten, die bisher nur mit kosmetischen Prothesen versorgt werden konnten, wieder fest zugreifen. Die neue Elektrohand, die in einer Rekordzeit von knapp 14 Monaten entstand, fällt insbesondere durch ihre außergewöhnliche Kürze auf.

Damit kann erstmals auch die große Gruppe der Patienten mit sehr langen Stümpfen bis hin zu Transcarpal-Amputierten ohne Überlänge versorgt werden.

 
 

Hier wurde wahrlich kein Platz verschenkt: Selbst beim Handanschluß mit neuartiger Verankerungstechnik, die anstelle eines herkömmlichen Eingußrings tritt, wird klar, wie zielstrebig die Ingenieure mit jedem Millimeter gegeizt haben. Die dank einer neuen Antriebseinheit besonders kompakte Transcarpal-Hand bietet zudem einen Gewichtsvorteil von ca. 150 Gramm gegenüber den vergleichbaren Handtypen für Patienten mit Handexartikulation.

Da die in Frage kommende Patientengruppe in der Regel durch den Erhalt von Elle und Speiche eine Pro- und Supination aktiv durchführt, konnte auf ein entsprechendes Gelenk verzichtet werden.

Um die Ruhestellung der Hand ggf. nachjustieren zu können, läßt sich die Pro- und Supination auch an der fertiggestellten Prothese im Bereich von plus/minus 7 Grad verändern. Damit die Transcarpal-Hand unterschiedlichsten Bedürfnissen gerecht wird, ist sie in den 3 bekannten Größen (7 1/4, 7 3/4, 8 1/4) und mit den folgenden 2 Steuerungsvarianten erhältlich:

DMC plus: Griffgeschwindigkeit und -kraft werden proportional zur Höhe des Muskelsignals geregelt. Auf Wunsch kann vom Orthopädie-Techniker ein "virtueller Handschalter" aktiviert werden. Bei maximaler Griffkraft ist ein erhöhtes Signal notwendig, um die Hand wieder zu öffnen. Dies verbessert die Griffsicherheit und erleichtert zum Beispiel das Halten von Besteck.

Digital Twin: Sie vereint die beiden Klassiker Digital-Steuerung und Doppelkanal-Steuerung in einer Hand. Der Orthopädie-Techniker entscheidet mittels des mitgelieferten Funktionssteckers vor Ort, welche Steuerung für den jeweiligen Patienten am besten geeignet ist.

Alle Transcarpal-Hände können mit den neuen EnergyPacks 757B20 und 757B21 betrieben werden. Auslöser für diese Konstruktion waren übrigens ambitionierte Orthopädie-Techniker: Sie wünschten sich statt kostspieliger, eigener Einzelentwicklungen eine hochwertige System-Elektrohand zur aktiven Versorgung von Patienten mit niedrigem Amputationsniveau. Die Transcarpal-Hand ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie interessante Ideen zu funktionellen Hilfsmitteln werden, so daß die Lebensqualität vieler Patienten verbessert werden kann.

 

 
 

System - Elektrohand

Um eine möglichst optimale Versorgung zu erreichen, müssen viele verschiedene - und z.T. gegensätzliche - Ziele erreicht werden: Forderungen nach hoher Funktionalität, langer Haltbarkeit, geringer Defektanfälligkeit, hoher Griffgeschwindigkeit und hoher Griffkraft stehen Wünsche nach geringem Gewicht, geringem Energieverbrauch und einer ansprechenden Kosmetik gegenüber.

Das Resultat ist die System-Elektrohand mit dem Dreifinger-Spitzgriff.

Sie besteht aus der Mechanik, der System-Innenhand und dem kosmetischen Handschuh, der individuell mit entsprechenden Spezial-Farbstiften nachkoloriert werden kann.

Unterschiedliche Größen und verschiedene Anschlußmöglichkeiten, um die mechanische und elektrische Verbindung zum Schaft herzustellen, decken ein großes Versorgungsspektrum ab.

Verknüpfungen (unterstrichen)
Die System-Elektrohand ist in 3 verschiedenen Varianten erhältlich:

Sensor Hand
DMC Plus
Digital Twin

 

 
 

Sensor Hand

Die SensorHand mit SUVA-Sensorik, entwickelt in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Unfall Versicherungs Anstalt SUVA, verbessert das sichere Ergreifen und Festhalten.

Die SensorHand erkennt, wenn der ergriffene Gegenstand seine Lage verändert und reguliert die Griffkraft automatisch nach. Der Patient muß daher nicht ständig den ergriffenen Gegenstand beobachten und ggf. selbst nachregulieren. Er wird so wirkungsvoll entlastet.

 
 

Verschiedene Steuerungsvarianten stehen für Zwei- und auch Ein-Elektrodenversorgungen zur Auswahl. Die gewünschte Steuerung wird einfach durch Austausch farbiger Kodierstecker festgelegt. Ob empfindliche Gegenstände oder Gefäße mit Flüssigkeiten zu ergreifen sind: die SensorHand bietet überall ein höchstes Maß an Sicherheit.

DMC - Plus

Die Elektrohand mit DMC-Steuerung ( Dynamic Mode Control ) hat Maßstäbe gesetzt:
Griffgeschwindigkeit und Griffkraft werden proportional zur Höhe des Muskelsignals geregelt. Die neue DMC Plus ist jetzt noch sensibler in ihrem Ansprechverhalten. Zusätzlich verfügt sie über einen einzigartigen Sicherheitsmodus, der einen festen Griff erst nach Aufbau eines überproportionalen Muskelsignals wieder löst. Das verhindert ein ungewolltes Lockern des Griffs, wie z.B. beim Halten eines Eßbestecks.

Digital Twin

Die Elektrohand mit Digital Twin - Steuerung vereinigt die beiden Klassiker Digital - Steuerung und Doppelkanal - Steuerung in einer Hand. So kann vor Ort entschieden werden, welche Steuerung für den jeweiligen Patienten am besten ist.

 

 

 

 

Elektrohand 2000 für Kinder

Ein ganz neuer Weg wurde bei dem Kinder-System Elektrohand 2000 beschritten.

Es wurde nicht einfach nur die System-Elektrohand verkleinert, sondern eine komplette neue Hand für den kindgerechten Alltag entwickelt.

 

 

 

Die neuartige Griffkinematik erhöht die Funktionalität, da die Sicht beim Greifen auf das zu ergreifende Objekt verbessert wird und weniger ausgleichende Bewegungen des Armes nötig sind.

 

 

Elektrogreifer

Über den Handgelenkverschluß ist die Elektrohand einfach gegen den Elektrogreifer austauschbar. Er hat eine noch grössere Griffkraft, in allen Raumebenen verstellbare Greifflächen und ist besonders robust.

Der Elektrogreifer eignet sich besonders für handwerklich engagierte Menschen. Überall dort, wo es auf kraftvolles oder präzises Zugreifen ankommt, ist er eine nützliche Hilfe.

DMC - Elektrogreifer

Die Kombination des bewährten Elektrogreifers mit der präzisen DMC-Steuerung erweitert erheblich die funktionellen Möglichkeiten. Nun sind auch Tätigkeiten, bei denen es auf äußerste Griffpräzision ankommt, problemlos möglich. So zum Beispiel das Aufnehmen und Festhalten kleiner oder zerbrechlicher Teile. Eine echte Erleichterung im Alltag!

DMC (Dynamic Mode Control) ermöglicht die proportionale Steuerung von Griffgeschwindigkeit und Griffkraft. Überall da, wo es auf ein kraftvolles Greifen und dauerhafte Zuverlässigkeit ankommt, hat sich der Elektrogreifer bewährt. Die Griffflächen sind in allen Raumachsen einstellbar und ermöglichen viele Greif- und Haltefunktionen. Er hilft so, den Alltag besser zu meistern, sei es im handwerklichen Beruf oder beim Heimwerken.

8E33=4 Elektrogreifer für DMC-System mit Handgelenk-Verschluß
8E34=4 Elektrogreifer für DMC-System mit Eingussring

 

 
 

Hände für Eigenkraftprothesen

Die System-Hand, eine Entwicklung, die sich an den kosmetischen und funktionellen Ansprüchen des Patienten orientiert.

 
   


Die Dreiteilung der System-Hand in Handskelett mit Mechanik, formgebende Innenhand und kosmetischen Handschuh ermöglicht Funktionalität und ein natürliches Erscheinungsbild.
Zu unterscheiden sind bei dieser Art von Prothese:
Die System-Einzug- und Zweizughände. Sie gehören zu den zugbetätigten Prothesen oder 'aktiven Greifarmen' und werden über Kraftzugbandagen gesteuert.

Die System-Einzughand wird mit dem Zug geöffnet und schließt selbsttätig. Die System-Zweizughand schließt bei der Anspannung des Zuges. Sie entriegelt und verriegelt bei erneuter Zugbetätigung. Der Anschluß an den Unterarm erfolgt über den Gewindezapfen oder bei Langstümpfen über das Chassis.
Die System-Innenhand verkleidet die Mechanik und ist formgebendes Element für die Kosmetikhand. Diese wird nach Innenhandgröße ausgewählt und ist in 18 Farbnuancen lieferbar.

 

 

Eine Ausnahme unter den Greifern stellt der Hook dar, hierbei handelt es sich mehr um ein Multifunktionswerkzeug, welches einen exakten Griff ähnlich einer Pinzette ermöglicht und dabei äußerst robust ist. Kosmetische Ansprüche darf man hier nicht stellen, das verrät auch schon der Name "Hook" (Haken).

 

 
 

Die Kosmetikhand

Die vorgeschäumte Innenhand bietet keine Greiffunktion. Lediglich bei einer eingesetzten passiven Systemhand kann sie mit der erhaltenen Hand geöffnet werden und schließt dann selbstständig.
Bei Teilhandverlust wird dann aber eine spezielle Innenhand benötigt.

Form, Farbe und Oberflächenstruktur des Kosmetikhandschuhs sind der natürlichen Hand bis ins Detail nachgestaltet. Zur individuellen Anpassung stehen 43 Modelle für Kinder, Damen und Herren in jeweils 18 Farbnuancen zur Verfügung. Reinigung, Pflege sowie Austausch des Kosmetikhandschuhs sind problemlos.