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Das Wickeln des Stumpfes ist eine wichtige Angelegenheit nach der Amputation.
Leider wird es nur von wenigen Personen so durchgeführt wie es sein
sollte.
Für die Zeit nach der Entlassung aus der Klinik gibt es entsprechende
Kompressionsstrümpfe, die diese Aufgabe dem Amputierten abnehmen.
In der postoperativen Phase in der Klinik kann es sinnvoll sein, der Wicklung
den Vorzug zu geben, da gezielter auf das Ödem eingegangen werden
kann. Geschultes Personal ist dafür erforderlich. Folgende Schritte
sind dabei zu beachten.
- Beginnen Sie mit der Wicklung an der Innenseite
des Oberschenkels gerade oberhalb des Knies und wickeln die Bandage
diagonal zum distalen lateralen Ende des Stumpfes. Die elastische Binde
sollte dabei um 2/3 ausgezogen werden.
- Die Bandage wird dorsal herumgezogen und diagonal
zum proximalen lateralen Ende gezogen.
- Wickeln Sie unter dem Knie hindurch auf den oberen
Anteil der Bandage und wieder auf die Rückseite des Knies.
- Die Wicklung führt rückseitig diagonal
zum Ende des Stumpfes. Fahren Sie in dieser Art fort nach dorsal und
zum Anfang auf der Innenseite des Oberschenkels. Wiederholen Sie die
Wicklung überlappend, bis der gesamte Stumpf bedeckt ist. Wichtig
ist, dass der festere Anteil der Bandage am Stumpfende ist.
Auch die Lagerung des Stumpfes ist von besonderer Bedeutung. Falsche
Lagerungen provozieren Kontrakturen, die später nur noch schwer zu
beseitigen sind. Auf folgende Punkte ist zu achten:
- Der Stumpf sollte nicht über die Bettkante
hängen
- Wenn im Rollstuhl gesessen wir, bitte ein Brett
unter das Gesäß schieben, damit der Stumpf dort abgelegt
werden kann
- Vermeiden Sie ein Kissen in der Kniekehle
- Ein Kissen im Rücken führt zur Beckenkippung
und zur Hüftflexion
- Der Stumpf sollte immer flach auf der Matratze
liegen
- Ein Kissen zwischen den Beinen provoziert eine
Kontraktur der Abduktoren
- Übereinander geschlagene Beine könnte
eine Kontraktur der Adduktoren hervorrufen
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